Richtig prompten: So holst du das Beste aus KI-Tools
Wer mit KI im Unternehmen arbeitet, weiß: Die Ergebnisse sind oft nur so gut wie die Anweisungen, die man gibt. Künstliche Intelligenz ist kein Gedankenleser – sie reagiert auf deine Eingabeaufforderung. Deshalb ist richtig prompten die wichtigste Fähigkeit im Umgang mit Tools wie ChatGPT, Bildgeneratoren oder anderen Sprachmodelle.
Was heißt „richtig prompten“ überhaupt?
Der Begriff Prompt bezeichnet die gezielte Anfrage bsp. in ChatGPT, mit der du eine KI dazu bringst, etwas zu erstellen oder zu schreiben. Prompting ist mehr als nur ein Satz in ein System tippen. Es ist ein strukturierter Schritt im Schreibprozess, der Mehrdeutigkeiten vermeidet und die Lösungsfindung beschleunigt.
Beispiel:
„Schreibe einen Blogartikel über nachhaltige Verpackungen im E-Commerce.“
Aber: Je klarer, konkreter und kontextreicher deine Anweisung ist, desto hilfreicher wird die Antwort der KI und desto besser kannst du KI für dein Marketing einsetzen. Deshalb ist „richtig prompten“ keine Spielerei. Es ist eine Kommunikationskompetenz, die du gezielt trainieren kannst.
Warum „richtig prompten“ so wichtig ist
Viele wundern sich, warum generischen Inhalte entstehen oder unternehmensinternen Details fehlen. Der Grund: unklare Anweisungen ohne definiertes Ziel. Eine KI kennt weder deine Zielgruppe noch die internen Daten deines Unternehmen – es sei denn, du stellst den Kontext her.
Richtig prompten bedeutet:
- Ziele klar benennen
- Tonalität und Sprache festlegen
- Aufgaben präzise formulieren
- Umfang und Format strukturieren
- Relevante Trainingsdaten, Stichpunkte oder Quellen angeben
Wie prompte ich richtig? In 8 Schritten zum besseren Ergebnis
Die Qualität deiner KI-Ergebnisse steht und fällt mit deinem Prompt. Prompten heißt nicht „irgendwas eingeben“ – sondern: gezielt kommunizieren, kontextualisieren und verantwortlich anleiten.
Nutze diese 8 Fragen als Checkliste für professionelle Prompts:
- Wer bist du?
Gib der KI eine Rolle – je klarer die Perspektive, desto besser passt die Antwort.
Beispiel: Du bist Social-Media-Managerin bei einem nachhaltigen Kosmetikunternehmen. - Wohin geht die Reise?
Definiere dein Ziel – quantifiziert und terminiert, wenn möglich.
Beispiel: Ziel: Steigerung der Newsletter-Anmeldungen um 15 % innerhalb von 3 Monaten. - Wen möchtest du ansprechen?
Beschreibe die Zielgruppe so konkret wie möglich.
Beispiel: Zielgruppe: Frauen zwischen 25–40, digital affin, interessiert an Naturkosmetik & Nachhaltigkeit. - Tonalität
Formuliere die Tonalität klar – damit sich der Output sprachlich einfügt.
Beispiel: Ton: locker, selbstbewusst, informativ, aber nicht belehrend - Wie viel?
Gib den gewünschten Umfang an – Länge hilft der KI beim Strukturieren.
Beispiel: Bitte in maximal 500 Zeichen / ca. 100 Wörtern antworten. - Was soll der Inhalt sein?
Beschreibe kurz, worum es gehen soll – das „Was“.
Beispiel: Thema: Vorteile von Naturkosmetik gegenüber herkömmlichen Pflegeprodukten. - Wo wird das Ergebnis erscheinen?
Je nach Kanal unterscheiden sich Form & Sprache.
Beispiel: Zielmedium: Instagram-Post mit Bild & Caption. - Woher soll die KI die Infos nehmen?
Wenn Quellen oder Grundlagen genutzt werden sollen – unbedingt angeben.
Beispiel: Nutze den Inhalt dieses Blogartikels: [Link]

Praxis-Tipps für besseres Prompt Engineering
- Formulieren statt raten: Jede Eingabeaufforderung so präzise wie möglich halten.
- Schritt für Schritt arbeiten: Große Aufgaben in kleinere Einheiten teilen.
- Interagieren mit der KI: Rückfragen nutzen, um Lösungsfindung und Schreibprozess zu verbessern und Mehrdeutigkeiten zu vermeiden.
- Fachjargon vermeiden, wenn nicht nötig – so bleibt der Output verständlich.
- Textdokument-Vorlagen oder strukturieren mit Stichpunkte erleichtern wiederkehrende Marketingprozesse.
Achte auch darauf, dass du die Künstliche Intelligenz bittest, kritische Rückfragen zu stellen, wenn ihr etwas unklar sein sollte. Das hilft dir, die Ergebnisse und die Eingaben nachzujustieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Fazit: Richtig prompten ist keine Kunst, sondern eine erlernbare Technik. Mit klaren Anweisungen, relevanten Trainingsdaten und bewusst gewählter Tonalität holst du das Maximum aus KI-gestützten Tools wie ChatGPT, Bildgeneratoren oder anderen Sprachmodelle heraus. Das sorgt für präzisere Ergebnisse, stärkt die Kommunikation mit deiner Zielgruppe und macht deinen Schreibprozess effizienter.